Das Unternehmen

Die Verbandsmitglieder sind Körperschaften des öffentlichen Rechts bzw. Gesellschaften des privaten Rechts und bilden einen Zweckverband im Sinne des Gesetzes über Kommunale Zusammenarbeit (GKZ).

Der Verband führt den Namen "Zweckverband Wassersorgung Kleine Kinzig", er hat seinen Sitz in Alpirsbach-Reinerzau. Organe des Verbandes sind die Verbandsversammlung, der Verwaltungsrat und der Verbandsvorsitzende.

Organisation

Definition Zweckverband

Ein Zweckverband ist ein Zusammenschluss gleichberechtigter Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Bewältigung von vorher festgesetzten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge, wie z. B. der Wasserversorgung.

Die Rechtsverhältnisse des Zweckverbands werden durch eine Verbandssatzung geregelt. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist ein Zweckverband eine juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit.

Dem Zweckverband wird von seinen Mitgliedern eine bestimmte Aufgabe zur vollständigen, alleinigen und eigenverantwortlichen Erledigung übertragen.

Organe: Verbandsversammlung, Verwaltungsrat, Verbandsvorsitzender

Die Organisationsstruktur stellt sich wie folgt dar:

Satzungen des Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig

Verbandssatzung vom 17. November 2005
mit Änderungen vom 18. März 2014 und 12. Januar 2017

I. Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Mitglieder, Name und Sitz des Verbandes
(1) Die in der Anlage aufgeführten Mitglieder bilden einen Zweckverband im Sinne des Gesetzes... mehr

Wasserabgabeordnung
in der ab 1. Januar 1990 gültigen Fassung

§ 1 Wasserleiferung
(1) Der Zweckverrband beliefert seine Mitlgieder mit trinkbarem Wasser.
(2) Der Zweckverband begrenzt die Wasserlieferung durch Drosselung des Zulaufs auf die dem Mitglied aufgrund... mehr

Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit vom 3. Februar 1988
mit Änderungen vom 15. Dezember 1993, 21. November 2001 und 20. November 2008

Aufgrund § 5 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 des Gesetzes über kommunale Zusammenarbeit (GKZ) in Verbindung mit §§ 4 und 19 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg sowie § 8 Abs. 1 Buchst. i) der Verbandssatzung hat die Verbandsversammlung... mehr

Firmengeschichte

1972
Gründung eines Planungsverbandes, der die Voraussetzungen für den späteren Trägerverband erarbeitete

13. Juni 1974
Gründung des Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig im Pfarrhaus in Haslach

1975
Beitritt der Stadt Schramberg und Gemeinde Waldachtal

1978
Baubeginn der Talsperre, "erster Spatenstich"

12. Dezember 1982
Abschluss der Baumaßnahme, Beginn des Einstaus im Rahmen einer Einstaufeier

14. März 1983
In der Villa Reizenstein in Stuttgart wird von den Ministern Weiser und Palm für das Land Baden-Württemberg und vom damaligen Verbandsvorstitzenden Bürgermeister Wolf die Fördervereinbarung unterzeichnet

1984
Beitritt der Stadt Horb a. N.

1985
Inbetriebnahme des Wasserwerks der Trinkwassertalsperre Kleine Kinzig,
Beginn der Wasserlieferungen

1987
Beitritt der Stadt Elzach, der Gemeinde Mühlenbach und des Zweckverbandes Nordstetter Wasserversorgungsgruppe

1988
Inbetriebnahme der Teilstromaufhärtung,
Entwicklung des „Reinerzauer Verfahrens“

1990
Erweiterung der Entnahmemöglichkeiten im Turm von drei auf fünf Entnahmeöffnungen

1990
Beitritt der Stadt Nagold, der Gemeinde Oberwolfach und der Zweckverbände Eberbachgruppe und Eschachwasserversorgung

1993–1994
Optimierung der Mehrschichtfiltration (Verbesserung des Filteraufbaus zur Optimierung des Partikelrückhalts)

1994
Inbetriebnahme einer betriebsbegleitenden Versuchsanlage im Maßstab 1:165

1996
Inbetriebnahme der Aufhärtungsstufe

2000
Beitritt der Stadt Haiterbach

2002
Inbetriebnahme eines Zwischenpumpwerks zwischen Mehrschichtfiltration und Aufhärtungsstufe

2004
Inbetriebnahme der Vorreinigungsstufe

2017
Beitritt der Offenburger Wasserversorgung GmbH

Technische Daten der WKK

Talsperre

Aufgaben:
Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung, Energieerzeugung

Einzugs-/Schutzgebiet:
18 km², zu 98% Waldgebiet

Niederschläge pro Jahr:
1.600 - 1.800 l/m²

Geologie:
verschiedene Buntsandsteinformationen unterschiedlicher Klüftung, mächtige Schicht Rotliegendes

Jährlicher Zufluss:
max. 20. Mio m³ Wasser oder 0,6 m³/sec

Fassungsvermögen der Talsperre:
12,414 Mio. m³

Rohwasser:
gute Qualität, weiches Wasser 0,5 °dH, natürliche Kohlensäure

Maße des Sees:
ca. 3 km lang, ca. 450 m breit (an breitester Stelle), ca. 56 ha Staufläche,
Dammkrone bei 609 müNN

Staudamm:
Erd-/Steinschüttdamm mit Asphaltbetonkerndichtungen, Dammhöhe 71 m, Kronenlänge 380 m, Sohlbreite 280 m, Dammhöhe 609 müNN, Inhalt des Dammes 1,4 Mio. m³ Erd- und Felsmaterial, Materialgewinnung in der Talsperre und aus Steinbrüchen in Reinerzau

Hochwasserentlastungsanlage:
Einlauftrichter mit 16 m Durchmesser und Fallschacht, Stollen, Schussrinne sowie Tosbecken, Abflussleistung 113 m³/sec

Entnahmeturm:
Grundablass, Trinkwasserentnahme über Entnahmeöffnungen in acht verschiedenen Höhen, Höhe 75 m

Gründung:
Herdmauer mit Kontrollgang in der Mitte des Dammes angeordnet, von einer Talseite zur anderen im Fels gegründet, darunter Dichtungsschleier aus Zementinjektion zur Vermeidung von Umläufigkeit

Limnologie:
Talsperrenberäumung von allen organischen Bestandteilen zur Erhaltung der guten Wasserqualität, die Talsperre ist zwischen dem oligotrophen bis mesotrophen Bereich einzustufen

Bauzeit:
Baubeginn Herbst 1978, Dammschüttung Mai 1981 bis Oktober 1982, Einstau ab 13. Dezember 1982, Stauziel erreicht im Mai 1984

Kontrollen:
Die Messergebnisse hinsichtlich Verformungsverhalten und Dichtigkeit des Dammes und des Untergrunds sind gut und es erfolgt eine fortlaufende Überwachung

Wasserwerk und Betriebsgebäude

Ausbau-Kapazität:
max. 600 l/sec Spitzenabgabe

Trinkwasseraufbereitung:
reinigen und entsäuern des Rohwassers, Aufbereitung bestehend aus biologischer Vorreinigungsstufe (Kohle/Sand) / Ozonung / Aufhärtung über Reinerzauer Verfahren / Mehrschichtfiltration (Kohle/Sand) / Aufhärtungsstufe (Kalkstein) / Desinfektion

regenerative Stromerzeugung:
zwei Francis-Spiralturbinen mit 220 bzw. 360 kW Leistung,
eine Pumpturbine mit 45 kW Leistung,
jährl. Stromerzeugung ca. 2 Mio. kWh

Leitwarte:
Steuerzentrale für Gesamtversorgung (mit Notstromversorgungsanlage), Aufhärtung und Filteranlagen, Pumpwerk, Trinkwasserkammern und Hochbehälter

Bauzeit:
Baubeginn 1980 / Bauende 1984

Leitungsnetz

Daten:
Länge ca. 220 km, Nennweite 100 mm bis 700 mm, sechs verbandseigene Hochbehälter (insgesasmt 12.550 m³), vier verbandseigene Pumpwerke, 60 Übergabebehälter bzw. Übergabestellen (insgesamt 29.135 m³), teilweise schwierige Geländeverhältnisse, bis auf wenige Kilometer wurden für das Leitungsnetz ausschließlich duktile Gußrohre verwendet

höchster Übergabebehälter bei ca. 950 müNN
tiefster Übergabebehälter bei ca. 200 müNN

Allgemeine Daten

Baukosten:
insgesamt 130 Mio. EUR, davon
85 Mio. EUR für Talsperre und Wasserwerk und
45 Mio. EUR für Leitungsbauten und Hochbehälter

Kostenvoranschlag von 1975 wurde eingehalten

Finanzierung:
80 Mio. EUR durch das Land Baden-Württemberg und
50 Mio. EUR durch die Verbandsmitglieder

Organe:
Verbandsversammlung, Verwaltungsrat, Verbansvorsitzender

Stand: 2017

Unsere Partner

Verbände und Organisationen

ATT - Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e. V.
www.trinkwassertalsperren.de

AWBR - Arbeitsgemeinschaft Wasserwerk Bodensee-Rhein
www.awbr.org

BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
www.bdew.de

DVGW - Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.
www.dvgw.de

Kooperationsgemeinschaft SchwarzwaldWASSER
www.sw-wasser.de

TZW - Technologiezentrum Wasser
www.tzw.de

VKU - Verband kommunaler Unternehmen
www.vku.de

WBW - Wasserwirtschaftsverband Baden-Württemberg e. V.
www.wbw-ev.de

Sonstiges

BDEW - Wasserlexikon
www.wasser-macht-schule.de

BWV - Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
www.bodensee-wasserversorgung.de

Forum Trinkwasser
www.forum-trinkwasser.de

LW - Landeswasserversorgung
www.lw-online.de

NOW - Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg
www.now-wasser.de

VDG - Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e. V.
www.vdg-online.de

WASSERLEXIKON
www.wasser-lexikon.de